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Warum Entspannung allein bei Dauerstress oft nicht reicht

Autorenbild: Sabrina Lenz
Sabrina Lenz
vor 11 Minuten
8 Min. Lesezeit
Frau in der Küche mit Croissant im Mund, Kaffeetasse in der Hand mit hektischem Blick auf die Uhr

Was, wenn du gar nicht lernen musst, dich besser zu entspannen?

Vielleicht machst du längst Yoga, gehst spazieren oder nimmst dir bewusst Zeit für dich. Und trotzdem bist du ständig angespannt, schläfst schlecht oder fühlst dich einfach nur erschöpft.


Dann liegt es vielleicht gar nicht daran, dass du dir zu wenig Zeit für dich nimmst.

Sondern daran, dass wir bei Stress oft nur auf das schauen, was in unserem Kopf und unserem Alltag passiert.


Dabei hat dein Körper noch ganz andere Dinge zu bewältigen. Schlechter Schlaf, Blutzuckerschwankungen, Verdauungsprobleme oder eine nicht ausreichende Nährstoffversorgung können dabei eine Rolle spielen.


Und genau deshalb reicht es manchmal nicht, abends einfach nur die Yogamatte auszurollen.


Warum klassische Stress-Tipps oft nur kurzfristig helfen


Versteh mich nicht falsch:

Ich liebe Spaziergänge im Wald, mache Yoga und nehme mir bewusste Pausen. Und auch Atemübungen und Meditationen haben - mal mehr, mal weniger - einen festen Platz in meinem Alltag.


Und ja, all das tut gut und hilft uns, zwischendurch wieder ein bisschen zur Ruhe zu kommen.


  • Frau macht Atemübung
  • Yogamatte auf dem Boden
  • Frau liest in der Hängematte

Das Problem sind also nicht die Tipps.


Das Problem entsteht eher dann, wenn wir erwarten, dass 15 Minuten Meditation am Abend all das auffangen sollen, was unser Körper während des restlichen Tages erlebt.


Vielleicht bist du morgens schon mit dem ersten Gedanken bei deiner To-do-Liste.

Das Frühstück fällt aus, dafür gibt es den zweiten Kaffee. Mittags isst du schnell nebenbei. Dazwischen jonglierst du Arbeit, Familie, Termine und Nachrichten. Du sitzt viel, bist kaum draußen und merkst erst am Abend, dass du eigentlich den ganzen Tag angespannt warst.


Dann noch schnell eine Meditation oder ein Abendritual zum Runterkommen.

Und am nächsten Tag wieder von vorne.


Wir versuchen häufig, Stress am Ende des Tages „wegzuentspannen“, statt uns anzuschauen, welche Belastungen sich über den ganzen Tag summieren.

Und damit meine ich nicht nur die offensichtlichen.


Dauerstress findet nicht nur in deinem Kopf statt


Wenn wir über Stress sprechen, denken wir meistens zuerst an das, was im Außen passiert:

Zu viel Arbeit. Zu wenig Zeit. Streit. Mental Load. Sorgen. Permanente Erreichbarkeit.

Aber dein Stresserleben ist viel vielschichtiger.


Dein Körper ist ein Zusammenspiel vieler verschiedener Systeme. Dein Gehirn, dein Nervensystem, deine Hormone, dein Stoffwechsel und auch dein Darm beeinflussen sich gegenseitig. Auch Schlaf und dein Tag-Nacht-Rhythmus beeinflussen, wie gut du mit Belastungen umgehen und dich entspannen kannst.


Zu diesem Gesamtbild gehören für mich definitiv auch dein Darm und deine Nährstoffversorgung.


Denn über die Darm-Hirn-Achse stehen Darm und Gehirn in ständigem Austausch. Und Mikronährstoffe? Sie sind die Basis für deine Ausgeglichenheit, deine Energie und deine Stressresistenz. Das schauen wir uns gleich noch näher an.


Für mich ist deshalb der ganzheitliche Blick so wichtig:

Stress ist nicht nur das, was du denkst und fühlst. Dein gesamter Körper ist daran beteiligt.


Und wenn du dauerhaft unter Strom stehst, ist nicht nur diese eine Frage relevant:

Wie kann ich mich besser entspannen?


Sondern auch:

Was hält meinen Körper und meinen Geist eigentlich immer wieder in Anspannung?


Frau hält sich den verspannten Nacken


5 Gründe, warum du trotz Entspannung nicht wirklich zur Ruhe kommst


1. Du funktionierst den ganzen Tag


Viele Frauen funktionieren erstaunlich lange.


Sie stehen morgens auf und machen einfach. Sie kümmern sich. Organisieren. Arbeiten. Denken für andere mit. Halten Termine im Kopf und die Familie zusammen.


Und oft merken sie lange gar nicht, wie viel Kraft das kostet.


Eine Pause am Abend ist dann wertvoll. Aber sie verändert nicht automatisch das Muster, in dem du dich selbst den ganzen Tag übergehst.


Vielleicht spürst du Hunger erst, wenn du völlig ausgehungert bist. Müdigkeit erst, wenn du spät abends erst zur Ruhe kommst. Und Anspannung erst, wenn du wieder mit Kopfschmerzen im Bett liegst.


Der erste Schritt aus dem Dauerstress ist deshalb manchmal gar keine neue Entspannungstechnik.


Sondern wieder wahrzunehmen, was dein Körper dir eigentlich schon die ganze Zeit erzählt. Wenn du allerdings schon lange nur noch funktionierst, ist genau das oft gar nicht so leicht.


Warum wir uns selbst dabei irgendwann aus dem Blick verlieren, darum geht es auch in meinem Artikel „Funktionierst du nur noch? Wenn du dich um alle kümmerst – außer um dich selbst“.


2. Dein Körper bekommt über den Tag zu wenig Stabilität


Stress und Ernährung lassen sich nicht voneinander trennen.


Wenn zwischen den Mahlzeiten riesige Abstände liegen, du morgens nur von Kaffee lebst oder hauptsächlich Pasta, Brot oder andere Weißmehlprodukte isst – und ja da zählt auch das leckere Croissant dazu 😉, kann sich das auch darauf auswirken, wie leistungsfähig, konzentriert und fit du dich am Tag fühlst.


Deshalb gehört für mich eine ausgewogene und gesunde Ernährung unbedingt zur Stressregulation dazu.


Regelmäßige, nährstoffreiche Mahlzeiten mit ausreichend Protein, guten Fetten, Ballaststoffen und passenden Kohlenhydraten geben deinem Körper etwas, das im Dauerstress oft fehlt:


Eine verlässliche Energie- und Nährstoffversorgung, die dich auch durch anstrengende Tage trägt.


Es geht nicht um das nächste Ernährungskonzept oder einen strengen Plan. Sondern darum, deinen Körper mit dem zu unterstützen, was er braucht.

Wenn du mehr über eine Ernährung lesen willst, die dich im Dauerstress unterstützt, lies gern hier weiter: "Ernährung bei Stress: Diese Lebensmittel stärken deine Nerven".




3. Dein Schlaf regeneriert dich nicht ausreichend


Du kannst nicht dauerhaft, versuchen mit kurzen Pausen oder Entspannungsübungen schlechten Schlaf auszugleichen.


Wenn du nachts häufig wach wirst, zu wenig schläfst oder morgens schon erschöpft aufwachst, fehlt deinem Körper ein wichtiger Teil seiner Regeneration.


Und das wirklich Gemeine daran ist:

Stress kann deinen Schlaf verschlechtern – und schlechter Schlaf wiederum beeinflusst, wie empfindlich du am nächsten Tag auf Anforderungen oder Belastungen reagierst.


Vielleicht kennst du das ja auch selbst:

Nach einer richtig guten Nacht bringt dich die umgekippte Müslischüssel morgens nicht aus der Ruhe.

Nach der dritten schlechten Nacht reicht manchmal schon die Frage:

„Mama, weißt du, wo mein Sportbeutel ist?“ 😉


Deshalb schaue ich bei Stress auch immer auf den Schlaf. Für eine gesunde Stressregulation ist er ein eigener Baustein - als Teil des großen Ganzen.


Hast du auch immer wieder Phasen, bei denen du nicht gut durchschlafen kannst? In meinem Artikel kannst du mehr darüber lesen und dir erste Tipps holen, um endlich wieder erholt durchzuschlafen: "Ich kann einschlafen, aber nicht durchschlafen! Die häufigsten Ursachen und was du dagegen tun kannst".


4. Deinem Körper fehlen klare Rhythmen


Unser Körper liebt Rhythmus und Beständigkeit.


Licht am Morgen. Aktivität am Tag. Regelmäßige Mahlzeiten. Der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Dunkelheit und Ruhe am Abend.


  • Getreideähren im Abendlicht
  • Steinpyramide am Strand im Abendlicht
  • Sonnenblumen im Abendlicht

Nur sieht unser moderner Alltag leider häufig ziemlich anders aus.


Morgens sitzen wir im Halbdunkeln am Frühstückstisch oder haben noch direkt im Bett das Handy in der Hand. Tagsüber sind wir kaum draußen. Abends wird es dafür noch einmal richtig hell – Laptop, Smartphone und Wohnzimmerbeleuchtung inklusive.


Dazu kommen oft unregelmäßige Schlafenszeiten, Frühstück fällt oft aus und Mittagessen? Oft irgendwann zwischendurch. Und dann sind da noch die Tage, an denen wir von morgens bis abends im gleichen Tempo durchlaufen.


Mir geht es dabei überhaupt nicht darum, dass du dein Leben nach einem perfekten Zeitplan ausrichtest.


Aber ein paar verlässliche Signale helfen deinem Körper dabei zu unterscheiden:

Wann ist Aktivität angesagt – und wann darf ich herunterfahren?


Genau deshalb spielen Tagesrhythmus und Schlaf in meiner Arbeit eine so große Rolle.


5. Dein Darm und deine Nährstoffversorgung werden oft unterschätzt


Diese beiden Punkte werden bei Stress oft nicht beachtet. Dabei sind sie für mich die Grundlage für deine Stressresistenz!


Dein Darm kommuniziert über die Darm-Hirn-Achse mit deinem Gehirn. Dabei spielt auch der Vagusnerv eine wichtige Rolle. Er ist unter anderem daran beteiligt, dass dein Körper nach Anspannung wieder zur Ruhe finden kann. Wenn dein Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht ist, wirkt sich das deshalb auch auf dein Wohlbefinden und deine Stressresistenz aus.


Und jetzt wird es interessant: Studien zeigen immer mehr den Zusammenhang zwischen psychischem Stress und Veränderungen des Darmmikrobioms.


Und vom Darm ist es nicht weit zu deiner Nährstoffversorgung. Ist dein Darm nicht im Gleichgewicht, kann er unter Umständen die Nährstoffe aus deiner Ernährung nicht mehr gut aufnehmen. Diese brauchst du, um gesund und fit zu bleiben. Aber auch für deine Stressresistenz.


Denn Magnesium, Zink, Eisen und viele weitere Mikronährstoffe werden für die Bildung von Stress- und Entspannungshormonen gebraucht. Bist du im Dauerstress, muss dein Körper mehr von diesen Hormonen bilden und braucht damit einfach mehr von den wichtigen Mikronährstoffen.


Das bedeutet nicht, dass du bei Stress wahllos Nahrungsergänzungsmittel nehmen sollst.


Und es bedeutet auch nicht, dass jede gestresste Frau automatisch einen Nährstoffmangel hat.


Wenn du ständig auf Reserve läufst oder du oft müde und abgespannt bist, gehört für mich die Frage nach einer guten Nährstoffversorgung, neben deiner Ernährung, Verdauung, deinem Schlaf und deinen Routinen, einfach mit dazu.


Nicht als nächste Baustelle. Sondern als Teil des Gesamtbildes.


Schalen mit Kräutern und Kapseln

Und wenn Stressbewältigung selbst zum Stress wird?


Weißt du, was mich wirklich an der Gesundheitsszene und vor allem auf Insta stört?


Dieser einseitige Blick: Auf dich, auf deinen Körper, auf die Lösung für dein Wohlbefinden.


Vielleicht hast du nämlich längst verstanden, dass du etwas verändern möchtest. Dann fängst du an, dich einzulesen, zu informieren…


Also liest du über Morgenroutinen.

Du installierst eine Meditations-App.

Kaufst Magnesium.

Versuchst früher ins Bett zu gehen.

Machst Atemübungen.

Trackst deinen Schlaf.

Nimmst dir vor, jeden Tag 10.000 Schritte zu laufen und natürlich solltest du auch noch dreimal die Woche Krafttraining machen.


Und plötzlich hast du statt weniger Stress …

… eine ziemlich lange Liste mit Dingen, die du für deine Stressbewältigung noch erledigen musst.


Das kann doch nicht die Lösung sein.


Stressbewältigung sollte nicht zu einer weiteren Aufgabe werden, bei der du ständig das Gefühl hast, nicht genug zu tun.

Du brauchst nicht noch mehr Selbstoptimierung.

Du brauchst Dinge, die dich tatsächlich entlasten.


Was dein Körper bei Dauerstress wirklich braucht


Für mich geht es deshalb nicht darum, dir noch zehn weitere Anti-Stress-Tipps mitzugeben.


Es geht darum, die einzelnen Puzzleteile zusammenzubringen und zu schauen, was dein Körper gerade wirklich braucht.


  • Wie ernährst du dich?

  • Wie schläfst du?

  • Wie sieht dein Tagesrhythmus aus?

  • Welche Dinge kosten deinen Körper zusätzlich Kraft?

  • Wie gut kannst du überhaupt noch wahrnehmen, wann du eine Pause brauchst?

  • Und was hilft dir dabei, nach einem anstrengenden Tag auch wirklich wieder runterzukommen?


Das Entscheidende dabei:

Du musst nicht alles gleichzeitig verändern.


Im Gegenteil.


Gerade wenn du schon erschöpft bist, brauchst du keinen komplett neuen Alltag.


Manchmal beginnt Veränderung mit einem Frühstück, das dich mit viel Energie durch den Tag bringt.

Mit zehn Minuten Tageslicht am Morgen.

Mit einer Mahlzeit, die du nicht am Laptop isst.

Mit einer halben Stunde mehr Schlaf.

Oder damit, dass du überhaupt wieder merkst:

Ich bin gerade müde.

Ich brauche eine Pause.

Das ist mir zu viel.


Diese kleinen Dinge wirken vielleicht unspektakulär. Und manchmal merkst du erst nach und nach, welchen Unterschied sie eigentlich machen.


Aber genau daraus kann mit der Zeit etwas entstehen, das viel wertvoller ist als die perfekte Morgenroutine:


ein Alltag, der deinen Körper nicht permanent übergeht.


Entspannte Frau mit einer Tasse Tee in der Hand


Warum ich bei Dauerstress immer das große Ganze betrachte


Ich bin selbst nicht zu diesem Ansatz gekommen, weil ich das Wort "ganzheitlich" so schön oder spektakulär finde. 😉

Mein eigener Weg hat mir gezeigt, wie wenig sich Schlafprobleme, Heißhunger, Erschöpfung, Ernährung und Stress voneinander trennen lassen.


Je mehr ich mich mit meinem Körper beschäftigt habe, desto deutlicher wurde mir:

Es ging nicht darum, wie viele Pausen ich mache oder wie oft ich meditiere.


Ich musste verstehen, was mein Körper brauchte, um wieder in Balance zu kommen.


Genau daraus ist im Laufe meiner Arbeit auch mein Ansatz für "Destress yourself" entstanden.


Nicht noch mehr machen und nicht noch disziplinierter werden.

Und nicht versuchen, den stressigen Alltag abends mit einer Meditation wieder geradezubiegen.


Sondern Schritt für Schritt verstehen, wie Ernährung, Schlaf, Darmgesundheit, Rhythmus, Nervensystem und deine ganz persönlichen Stressfaktoren zusammenspielen – und an den Stellen ansetzen, die dich wirklich entlasten.


Denn Stressresistenz bedeutet für mich nicht, dass dich irgendwann nichts mehr stresst. Das Leben bleibt oft bewegt und gibt uns auch immer mal wieder Herausforderungen mit.


Und hier finde ich das Bild vom Meer und Wellen so wunderschön und passend:

Du weißt nicht, was das Leben dir bringt, aber du kannst lernen, auf den Wellen des Lebens zu surfen!


Surfer im Wasser auf einer Welle

Für mich bedeutet das Bild auch, dass du früher wahrnimmst, wenn etwas zu viel wird.


Und dass du weißt, was dir hilft, wieder zurück in deine Balance zu finden. Und mit der Zeit fällt es dir vielleicht wieder leichter, nach anstrengenden Phasen zur Ruhe zu kommen.


Du brauchst vielleicht keinen weiteren Stress-Tipp


Wenn du schon vieles ausprobiert hast und trotzdem das Gefühl hast, dass dein Körper nicht wirklich zur Ruhe kommt, liegt die Lösung vielleicht nicht in der nächsten Atemübung, Morgenroutine oder Meditation.


Vielleicht lohnt es sich, die einzelnen Puzzleteile endlich zusammenzubringen.

Genau das machen wir in "Destress yourself".


Über sechs Monate schauen wir gemeinsam auf deine Ernährung, mögliche Störfaktoren, deinen Tagesrhythmus, deinen Schlaf und darauf, wie du deinen Körper gezielt unterstützen kannst – ohne daraus das nächste Selbstoptimierungsprojekt zu machen.


Damit du nicht nur irgendwie weniger Stress hast. Sondern wieder besser spürst, was du brauchst, deinem Körper vertraust und Schritt für Schritt zurück in deine eigene Balance findest.

 


Kommentare


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Hi, ich bin Sabrina!

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Ich unterstütze Frauen dabei, gesunde Routinen und Ernährungs-gewohnheiten zu entwickeln, um kraftvoll und strahlend durchs Leben zu gehen -auch in einem hektischen Alltag

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